Kastrationsprojekt in Apulien: Oktober 2007
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Tierschutz unter Druck
Nach monatelangen Diskussionen und bürokratischen Hindernissen konnte unser Team in Apulien, genauer in der Gemeinde Alessano mitte September endlich einmal zeigen, was es kann: In weniger als 10 Tagen haben wir insgesamt 270 Hündinnen und Hunde im «Tierheim» von Alessano sterilisiert und registriert: Von hier werden nun keine neuen Hunde mehr unkontrolliert auf die Strasse gelangen.
Die Tierheime und Hundefabriken Apuliens sorgen durch illegale Nachzucht und Aussetzen ständig für neue Strassenhunde. Die Gelder des Staates werden so weiter für die nutzlosen und grausamen Hundegefängnisse beansprucht.
Bei einer Kontrolle des privaten «Hundeheims» in der Gemeinde Tricase kam es zu einem typischen Resultat: Obwohl die kommunalen Behörden verschiedener umliegender Dörfer noch im Juli für 700 Hunde die Unterkunft bezahlen, waren im August etwa 500 Hunde dort eingekerkert.
Wo die zweihundert zusätzlich verrechneten und bezahlten Hunde sind, weiss niemand. Wie es den Hunden in ihren engen Betonverliessen geht, will niemand wissen!
Unsere Arbeit in Apulien wird ständig von Drohungen und Widerstand begleitet. Obschon die Gesundheitsbehörde ASL eigentlich ein Programm zur Massenkastration mit Regierungsgeldern teuer bezahlt bekommt kastrieren ungeübte Tierärzte mit riesigem Aufwand sehr wenige Tiere. Es besteht kein Wille, die Situation zu ändern. Im Gegenteil: Unsere effiziente Arbeit wird durch planmässige Schlamperei behindert und verzögert.
Der Verband der Tierärzte droht unserem Team unter der Leitung von Dr. vet. Francesco Mazza mit willkürlichen Anzeigen und von Tierheim-Besitzern, Bürgermeistern und anderen Interessenvertreten werden Gerüchte und Verleumdungen verbreitet. Die Korruption und die jahrelange ungerechtfertigte Bereicherung Privater mit staatlichen Geldern hat Einnahmequellen geschaffen, um die heute auch mit brutalen Mitteln gekämpft wird.
Wir haben in den Letzten Septembertagen fast dreihundert arme und verlorene Seelen kennen gelernt. Hunde und Hundinnen die zum Teil schon seit Jahren in tristen Betonverliessen ihr Dasein fristen, die nackten Betonwände anbellen und sinnlos an rostigem Gitter hochspringen. Die Begegnung mit diesen Lebewesen, ihre dankbaren Blicke für ein wenig Zuwendung, ihre Begeisterung für wenige Streicheleinheiten und die an sie gerichteten Worte - ihr Schicksal und ihre Freundlichkeit gibt uns Kraft die dauernde Auseinandersetzung weiter zu führen.
Wir dürfen trotz des Widerstands gegen unsere Kampagne nicht aufhören, das tausendfache Leid der eingekerkerten Hunde in Apulien zu bekämpfen. Helfen Sie uns, die Hundehölle in Apulien zu stoppen! Im Namen all dieser Seelen: Danke für Ihre Unterstützung!
Informationen: Stefan Weber, Tierärzte im Einsatz, 0041 079 405 68 20,







